Das neue Album "Zeitweisen"


 TILL SIMON „ZEITWEISEN“, Peakrider Records (VÖ: 27.04.2019) 

 

Mit „Zeitweisen“ veröffentlicht Till Simon Ende April 2019 sein drittes Soloalbum. Der norddeutsche Singer/Songwriter und Multiinstrumentalist hat sich in den letzten Jahren bereits mit seinen beiden Vorgänger-Alben „Von Innen nach Außen“ (2015) und „Karussell“ (2017) eine beachtliche Fangemeinde erobert. In seinen Songs zeigt er sich als exzellenter Beobachter des Alltags und der kleinen sowie großen Dinge des Lebens, die Menschen bewegen. Auf dem nun erscheinenden Album „Zeitweisen“ schafft es Till Simon einerseits authentisch diese Linie fortzusetzen, sich andererseits aber durch eine Reihe neue musikalischer Einflüsse konsequent weiterzuentwickeln und immer wieder neu zu erfinden. 

 

Mit Produzent Peter Muller, der sich bereits für die vorherigen Alben verantwortlich zeichnete und dessen Arrangements sich in musikalisch warmen Farben fast wie Bilder perfekt um die Melodien Simons legen, schlägt Till Simon auf „Zeitweisen“ deutlich groovigere Töne an und befreit sich mit genreübergreifen Einflüssen, die mal soulig und erfrischend funky, mal bombastisch, balladesk und sogar mit orientalischen und afrikanischen Einflüssen daherkommen, vom reinen Singer/Songwriter Konzept. Somit ist das Album wie eine musikalische Weltreise, auf der sich immer neue Klangwelten ergeben. 

 

Möglich gemacht haben dieses nicht zuletzt auch die illustren musikalischen Gäste, die das Team Simon/Muller diesmal zusätzlich zum bestehenden Stamm der Musiker ins Studio geholt hat. So wurde mit Tim Cansfield eine echte Gitarrenlegende eingeflogen: der Londoner spielte bereits mit unzähligen Weltstars wie den Bee Gees, Elton John oder Whitney Houston und drückt den Songs seinen unverkennbaren Groove auf. Außerdem gelang es den Pianisten und Keyboarder Tobias Neumann zu gewinnen, der auch u.a. bei Stefan Gwildis und Anett Louisan die Tasten bedient. Ein weiteres neues Gesicht an Bord ist der Hannoveraner Drummer Kristof Hinz der schon bei Mousse T, Pee Wee Ellis oder Till Brönner hinterm  Set saß. 

 

Mit diesem Line-Up im Rücken breitet Simon auf „Zeitweisen“ textlich seine ganze Wortgewalt aus, die auch vor aktuellen Themen nicht zurückweicht. Der Albumtitel und die Wortschöpfung „Zeitweisen“ beschreibt eine klare Sicht auf das Leben und deren Begleiterscheinungen. So geht es um das Erreichen eines besseren Seins („Hallo Zweifel“) und auch um Terror („Das Leben selbst ist ein Geschenk“) oder wie man damit umgehen könnte, um Motivation sich den Dingen zu stellen („Es gibt kein Vielleicht“) um Fragen, die scheinbar noch nicht beantwortet wurden („Warum?“) oder einfach nur um einen beschwingten Tag am Strand („Das Hier Gefühl“). 

 

„Zeitweisen“ sind für Simon mehr als nur die Zeit als Maß zu verstehen, wie z.B. wann man aufsteht und wann man wieder nach Hause kommt. Mehr als sich nur darauf zu verlassen, dass andere sie einhalten, damit es läuft. Das ist nur der Blick auf die Sekunden, Minuten und Stunden. Ein erweiterter Blick auf die Zeit erlaubt mehr. Einmal stehen zu bleiben und sich umzuschauen, einfach im Moment zu bleiben, das ist das eigentliche Zeitmanagement. Einen Augenblick zu genießen, weil er da ist und weil es schön ist, kann ein großer Reichtum sein. Man muss keine Millionen ausgeben für eine Yacht, damit man seine Ruhe hat. Im Jetzt reicht auch ein Ruderboot aus, um zufrieden zu sein. 

 

Die Sicht der Dinge wird mit vielen Worten beschrieben und keiner weiß es wirklich genau. Zu viele Sichtweisen, zu viele Meinungen, die richtig klingen. Kompromisse als dienstbarer Geist der Gemeinschaft können uns ein wenig mehr zusammen zu bringen. „Weisen“ das gute mittelalterliche Wort für ein Lied trifft auf das „Jetzt“. Das ist der Sinn der „Zeitweisen“ mit denen Till Simon sein bisher stärkstes Album abgeliefert hat.